Je weiter das Experiment von der Theorie entfernt ist, desto näher ist es am Nobelpreis.

Irène Joliot Curie (Physikerin und Chemikerin)

Unsere Nebelkammer

 

Wir befinden uns gerade im Bau einer Nebelkammer. Diese wird dazu verwendet radioaktive Teilchen sichtbar zu machen. Man kann so alpha- und beta-Strahlung zeigen. Gamma-Strahlung besitzt eine zu geringe spezifische Ionisationsfähigkeit um in der Kammer schön aufzuscheinen.

Die Kammer wird am Boden gekühlt und an der Decke erwärmt wodurch sich übersättigter Alkoholdampf bildet. Wandert ein radioaktives Teilchen durch diesen Alkoholdampf dient es als Kondensationskeim und um das Teilchen herum kondensiert ein feiner Nebel aus.


Arbeitstag 1

In der kurzen Zeit die uns nach der Fertigstellung von Hoody noch blieb haben wir uns damit beschäftigt wie wir die Nebelkammer bauen wollen. Gewonnen haben die Gasto-Norm Behälter wie ihr im Bild erkennen könnt. Zwischen den beiden Kammern befindet sich eine 3 mm Aluminiumplatte. In den nächsten Schritten werden wir an die Platte L-Profile anbringen die in den flüssigen Stickstoff eintauchen, den wir in die untere Wanne leeren. Diese muss natürlich noch isoliert werden (durch PU-Schaum oder Styrodur). Anschließend wird ein System zur Alkoholeinbringung und zur Befüllung mit fl. N2 gebaut.





















Arbeitstag 2

Der zweite Arbeitstag ist hinter uns und wir haben erste Erfolge erzielt. Hier schrauben wir die Verschalung zusammen.








Die Verschalung ist fertig und passt.









Die Styropor-Isolierung wird mit einem heißen Draht zurechtgeschnitten.









Mit eingepasster Styropor-Isolierung - passt perfekt.









Die L-Profile zur Wärmeleitung werden unten auf die Aluminiumplatte angeschraubt.









Und wir sind bereit für den ersten Test. Im Hintergrund sieht man die bereits schwarz lackierte Bodenplatte.







Die ersten Spuren von radioaktiven Teilchen sind als feine Nebelspuren sichtbar. Jetzt muss der Nebel noch verdichtet werden. Arbeitstag 3 wartet....









Arbeitstag 3

Wir haben uns natürlich tatkräftige Unterstützung geholt um verschiedene Rahmenbedingungen zu testen. Hier überprüfen wir welchen Einfluss ein Hochspannungsfeld auf die Nebelspuren hat.







Hier sieht man im Kegel der Taschenlampen wieder die Spuren der radioaktiven Teilchen.









Jetzt fehlt nur noch das Feintuning der Temperatur und die Nebelkammer ist bereit für den Einsatz.

 
E-Mail