Je weiter das Experiment von der Theorie entfernt ist, desto näher ist es am Nobelpreis.

Irène Joliot Curie (Physikerin und Chemikerin)

Unser mobiles Abzugsystem "Hoody"

Es gibt einige chemische Experimente bei denen giftige, stinkende oder rauchende Gase freigesetzt werden. Damit wir euch diese Experimente nicht vorenthalten müssen haben wir uns einen mobilen Abzug gebaut und "Hoody" getauft. 

Hoody nach dem ersten Test


Hoody besteht im Prinzip aus einer Box aus Polycarbonatplatten, welche von Aluminiumprofilen zusammengehalten werden. Für den Boden wurden HPL-Platten verwendet, da die Melaminharzbeschichtung gegenüber den meisten Chemikalien sehr beständig ist. Im Deckel befindet sich eine Aussparung für einen Lüfter, der direkt in einen Aktivkohlefilter führt. Auf der uns zu gewandten Seite befindet sich ein Schieber der es uns ermöglicht in den Abzug hineinzugreifen um darin zu arbeiten der aber jederzeit geschlossen werden kann um das System abzudichten. 

Durch die Scheiben könnt ihr die darin gezeigten Experimente gut beobachten während der Lüfter dafür sorgt, dass alle schädlichen Dämpfe abgezogen und von der Aktivkohle aufgefangen werden.


Arbeitstag 1

Die Bauteile sind alle angekommen: Polycarbonatplatten, Scheibeneinfassungen, Aluminiumprofile und ca. 1000 Schrauben warten auf uns.




Ein letzter Blick auf unseren Bauplan und noch einmal alle Teile nachmessen und los gehts...





...bis zum ersten Problem: die "selbstschneidenden" Schrauben sind nicht selbstschneidend.

Also zurück an die Standbohrmaschine und Gewinde drehen...












Jetzt muss noch das Polycarbonat zurechtgeschnitten werden und dann kann der Zusammenbau starten. 





Alex beim Schrauben der Eckpunkte. 

Ein, zwei Hoppalas später steht Hoody bereits mit fertigem Schieber in unsrem Büro und wartet auf den zweiten Arbeitstag.










Arbeitstag 2

Die Bodenplatte wurde angeschraubt. Leider können wir die Schrauben nicht ganz versenken da wir uns für eine sehr dünner HPL-Platte entschieden haben um das Gewicht möglichst gering zu halten.



Die ersten Standbeinchen sind angebracht. Vermutlich werden wir diese später durch eine stabilerere Variation ersetzen aber vorerst reicht uns das.



Jetzt wird das Loch für den Abluftstutzen gesägt.






Der Flansch wurde angeschraubt und gleich daneben ein Aluminiumprofil befestigt um dem Deckel mehr Stabilität zu geben.




Uuuuuund fertig für heute. Der Abzug zieht. Wir haben ein paar Stücke Küchenrolle verbrannt und herauszufinden wie stark es stinkt und ob der Aktivkohlefilter gut arbeitet. In den nächsten Tagen werden wir noch ein paar Kleinigkeiten verändern aber der erste Testlauf wurde mit Bravour bestanden.

 
E-Mail